Für die protestantischen Glaubensflüchtlinge aus den habsburgisch-österreichischen Ländern war lange Zeit die kursächsische Residenzstadt Dresden eines der wichtigsten Ziele. Insbesondere Emigranten aus dem Königreich Böhmen ließen sich hier im 17. und 18. Jahr-hundert nieder. Die von ihnen gegründete böhmische Gemeinde prägte über Jahrhunderte hinweg das städ-tische Bild. Der Autor bietet erstmalig einen Überblick zur konfes-sionell bedingten Einwanderung in Dresden. Neben der Beschreibung der verschiedenen Migrations-wellen und der obrigkeitlichen Aufnahmepolitik steht vor allem die Integration der neuen Einwohner im Mittel-punkt. Die Arbeit gibt damit nicht nur Antworten auf bislang offene Fragen zur Dresdner Stadtgeschichte, sie leistet auch einen wichtigen Beitrag zur sächsischen Landes- und Migrationsgeschichte der Frühen Neuzeit.
Leipziger Universitätsverlag, 2011
321 S., gebunden
23,5 x 17 cm
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